Stellungnahmen LRA 13.02.20

Die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt bestätigt im September 2018 das Gutachten und erwähnt die Lebensräume für Eidechsen und Fledermäuse. Die Saatkrähenkolonie im Wäldchen findet besondere Aufmerksamkeit, weil Saatkrähen standorttreu sind.
Die Stellungnahme finden Sie auf https://ris.komuna.net/kirchheim/Agendaitem.mvc/Download/108193565-111715848-111855214

Seit 06.07.19 wird die Verwaltung immer wieder darauf hingewiesen, dass beim wertvollen Magerrasen-Biotop 7836-0019 ein Normenkonflikt zu § 44 Abs. 1 BNatSchG besteht. Das Biotop darf erst dann überbaut werden, wenn ein Ersatzbiotop angelegt und die Besiedlung mit den gefährdeten Arten nachgewiesen wurde: „Die Maßnahmen müssen mindestens ein Jahr vor Beginn der Baumaßnahme umgesetzt sein, damit sie die rechtlichen und funktionalen Anforderungen erfüllen können. Für die Umsetzung der artenschutzrechtlichen Maßnahmen ist eine qualifizierte ökologische Baubegleitung zu bestellen, der Erfolg der Maßnahme ist durch ein Monitoring zu belegen.“
Diese amtlichen Festsetzungen wurden bis Montag, den 10.02.20 ignoriert und nicht in den Bebauungsplan 100 aufgenommen. Lesen Sie die aktuellste Stellungnahme des Landratsamts hier.

Trotzdem wurde die Abholzung des Wäldchens begonnen, die Saatkrähen wurden vertrieben. Der Rest der Bäume soll 2020 verschwinden. Wir müssen befürchten, dass auch das Biotop 2020 zerstört wird. Das wäre eine Straftat.
Dürfen sich Bürgermeister und Gemeinderat über Naturschutzgesetze und Behördenvorgaben hinwegsetzen? Wir meinen nein.