Das Wäldchen am Wall 28.10.19

Das Wäldchen ist mit 50 m Breite und 280 m Länge eine 13.690 m2 Waldfläche im Sinne des BayWaldG. Es ist Heimat für Eichhörnchen, Igel, Saatkrähen und Singvögel. Die Bäume sind gesund und teilweise 50 Jahre alt.
Umso entsetzter waren viele Bürger über die brutale Abholzaktion am 18.02.2019. In einer Nacht- und Nebelaktion wurden 483 !!! gesunde Bäume gefällt, die Anwohner vom Baulärm geweckt und Zeugen einer Massenflucht von Eichhörnchen und anderen Kleintieren. 42 Grau- und Silberpappeln, die auf der roten Liste stehen, sollen noch gefällt werden, darunter 4 Höhlenbäume. Und das, obwohl der Wall als Ganzes in den Ortspark integriert werden sollte (siehe Bürgerentscheid).

Diese rücksichtslose Aktion ist auf erheblichen Widerstand gestoßen. Für besonders infam halten wir die Schutzbehauptung des Bürgermeisters, der Architekt habe ‚das so angeordnet‘. Wer das glaubt, dem ist nicht zu helfen. Und noch schlimmer: Der Bürgermeister betont bei jeder Gelegenheit, dass er hier aufgewachsen und stolz auf seine Heimat sei. Seine Schulfreunde berichten, dass sie schon vor 30 Jahren mit ihm in dem Wäldchen gespielt hätten, d.h. das Biotop ist mindestens 40 Jahre alt. Warum behauptet er jetzt, die Bäume seien erst 25 Jahre alt?

Und wieso werden die Hinweise des BN vom 24.02.19 weiterhin ignoriert: Dieser bemerkenswerte Baumwall mit älterem und höheren Bäumen, von Gebüsch durchzogen, soll soweit noch vorhanden – weitestgehend erhalten bleiben! Der bestehende Rest soll detailliert kartiert werden (jeder Baum!), um besser mitgeplant werden zu können. Neugepflanzte Bäumchen können im Vergleich zum Bestand auf Jahrzehnte hin nur ein „magerer Ersatz“ sein. Ortsgruppenleiter Steinmeier wiederholt am 29.08.19: Jeder große Baum, der gefällt wird, ist einer zu viel.

Christoph Süß in Quer am 26.09.19: Man könnte auch anfangen die Bäume zu retten, die noch da sind.