Das Wäldchen am Wall 24.03.20

Das Wäldchen ist mit 50 m Breite und 280 m Länge eine 13.690 m2 Waldfläche im Sinne des BayWaldG. Es ist Heimat für Eichhörnchen, Igel, Saatkrähen und Singvögel. Die Bäume sind gesund und teilweise 50 Jahre alt. Umso entsetzter waren viele Bürger über die brutale Abholzaktion am 18.02.2019. In einer Nacht- und Nebelaktion wurden 483 !!! gesunde Bäume gefällt, die Anwohner vom Baulärm geweckt und Zeugen einer Massenflucht von Eichhörnchen und anderen Kleintieren. 42 Grau- und Silberpappeln, die auf der roten Liste stehen, sollen noch gefällt werden, darunter 4 Höhlenbäume. Und das, obwohl der Wall als Ganzes in den Ortspark integriert werden sollte (siehe Bürgerentscheid).

Der BN kämpft seit 24.02.19 mit uns für den Erhalt: Dieser bemerkenswerte Baumwall mit älterem und höheren Bäumen, von Gebüsch durchzogen, soll soweit noch vorhanden – weitestgehend erhalten bleiben! Der bestehende Rest soll detailliert kartiert werden (jeder Baum!), um besser mitgeplant werden zu können. Neugepflanzte Bäumchen können im Vergleich zum Bestand auf Jahrzehnte hin nur ein „magerer Ersatz“ sein. Ortsgruppenleiter Steinmeier wiederholt am 29.08.19: Jeder große Baum, der gefällt wird, ist einer zu viel.
Die untere Natursschutzbehörde ‚bedauert, dass für das neue Konzept sehr stark in den älteren Waldstreifen eingegriffen werden soll.‘
Der von allen Beteiligten zitierte Gutachter Karlstetter nennt das Wäldchen Wichtiger Kernlebensraum für Flora und Fauna mit hoher Bedeutung.

Und was tun die Verantwortlichen in unserer Gemeinde? Man hat keine Hemmungen, sich ein Gefälligkeitsgutachten zu kaufen, das die vom LFU (Landesamt für Umwelt) dokumentierten Rote-Liste-Art Silberpappel leugnet! Man nimmt die Stellungnahmen der Fachleute zur Kenntnis, ignoriert sie und setzt die vollständige Abholzung in Salamitaktik fort.